Ernährung bei CED - Mangelernährung - Vitamin D

 

Vitamin D

Allgemeines

Vitamin D reguliert den Auf- und Abbau der Knochen, und ist daher wichtig für den Kalziumhaushalt.
Ein starker Vitamin-D-Mangel hat unter anderem Folgen für die Knochengesundheit:
Bei Kindern können sich die Knochen verbiegen (Rachitis), bei Erwachsenen erweichen (Osteomalazie) oder abbauen (Osteoporose).
Ausgeprägte Vitamin-D-Mangelerscheinungen sind in Deutschland selten.

Der Körper deckt mit Hilfe der Sonne seinen Vitamin-D-Bedarf zu 80 Prozent selbst.
Die Haut bildet bei ausreichender Sonneneinstrahlung Vitamin D in einer Menge, die den Bedarf des Körpers deckt.

Über die Nahrung erhält der Körper die restlichen 20 Prozent.

Vitamin D-haltige tierische Lebensmittel sind, z.B.:

- Fisch (Lebertran)
- Eier und
- Milch

In diesen Lebensmitteln findet sich Vitamin D3

Einige pflanzliche Lebensmittel, wie z.B. Avocados und Pilze enthalten Vitamin D2.


Funktion im Körper

Der menschliche Körper speichert Vitamin D im Fettgewebe und im Muskelgewebe.
Dies ist für die Gesundheit des Menschen unentbehrlich.
Vitamin D selbst hat keine biologische Wirkung.
Es muss sich erst in seine aktive Form umwandeln, bevor es seine Funktion im Körper erfüllen kann.

Vitamin D ist ein Sammelbegriff für mehrere Verbindungen.

Für den Menschen sind zwei davon besonders wichtig:

- Vitamin D2 (bzw. Ergocalciferol), das in manchen Pflanzen und in Pilzen vorkommt, und
- Vitamin D3 (bzw. Cholecalciferol), das nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten ist.

Es wandeln sich beide Stoffe im Körper zur gleichen Form um: zu Calcitriol, dessen Funktion im Körper einem Hormon entspricht.
Vitamin D wird daher auch als Prohormon, also als Hormonvorstufe bezeichnet.

Seine Umwandlung in Calcitriol findet in mehreren Schritten in:

- Haut
- Leber und
- Nieren

statt.

Die Vitamin-D-Funktion im Körper ist vielfältig und für die Knochen besonders wichtig:

- Vitamin D sorgt dafür, dass sich Vorläuferzellen von Knochenzellen bilden (sog. Knochenstammzellen) und reifen.
- Vitamin D regelt zudem den Kalziumhaushalt und spielt eine Rolle im Stoffwechsel des Mineralstoffs Phosphat.
- Vitamin D unterstützt das Immunsystem und hilft, dass sich die Abwehrzellen richtig entwickeln.


Täglicher Bedarf

- Säuglinge 0-12 Monate: 10 Mikrogramm (µg)
- Kinder 1-15 Jahre: 20 µg
- Erwachsene 15-65 Jahre: 20 µg
- Schwangere und Stillende: 20 µg
- Erwachsene über 65 Jahre: 20 µg

Säuglinge brauchen ergänzend Vitamin-D-Präparte, damit ihr täglicher Bedarf gedeckt ist, weil sie nicht genug Vitamin D mit der Muttermilch aufnehmen.
Zu Vitamin D gelten folgende Empfehlungen, unabhängig von der Vitamin-D-Produktion in der Haut durch UV-Licht.

Für ein Baby-unabhängig ob gestillt wird oder nicht- ist es ratsam ab dem Ende der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres täglich eine Vitamin-D-Tablette von 10 bis 12,5 µg zu geben.

Bei geringer Sonneneinstrahlung ist auf diese Weise ist auch ein ausreichender Schutz vor Vitamin-D-Mangelerscheinungen gewährleistet.
Man kann diese vorbeugende Maßnahme (Prophylaxe) im 2. Lebensjahr in den Wintermonaten fortführen.
Hauptsächlich benötigen Kinder das Vitamin D, um gesunden Knochen aufzubauen und somit zu verhindern, dass die Knochenerkrankung Rachitis entsteht.

Für alle anderen Altersgruppen gilt:

Durch die Ernährung allein gelingt es in der Regel nicht, den Vitamin-D-Bedarf zu decken.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die empfohlene Menge von 20 Mikrogramm täglich zu erreichen:

- über die körpereigene Herstellung nach Sonneneinstrahlung und/oder
- über die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats

Wenn man häufig in der Sonne ist, deckt man seinen Vitamin-D-Bedarf,vohne ein Vitamin-D-Präparat einnehmen zu müssen.

Lebensmittel mit höherem Vitamin-D-Gehalt sind z.B.:

- Fisch (Lebertran)
- Eier
- Milch
- Pilze
- Avocados


Vitamin-D-Lieferanten


Vitamin D bildet der Körper größtenteils selbst, wenn Sonnenlicht in Form von UV-Strahlung auf die Haut trifft.

Um die benötigte Menge an Vitamin D bereitzustellen reicht eine geringe Sonnenbestrahlung aus:

Im Sommer genügen 3 mal 15 Minuten pro Woche, dabei müssen nur fünf Prozent der Haut unbedeckt sein (Gesicht und Hände), damit genug UV-Strahlung in die Haut eindringt.

Es ist wichtig keinen Sonnenbrand zu riskieren, da UV-Strahlen die Haut auch schädigt und das Risiko für Hautkrebs steigt.

Den restlichen Teil an Vitamin D nimmt der Mensch über die Nahrung auf. Lebensmittel sind eher arm an Vitamin D.

Gute Vitamin-D-Lieferanten sind:

- Lebertran und fetter Seefisch (z.B. Thunfisch und Hering)


Dieses hohe natürliche Vitamin-D-Vorkommen ist jedoch eine Ausnahme.
100 g Fischleberöl enthalten beispielsweise 0,3 bis 4,0 Milligramm (mg) Vitamin D; das entspricht 300 bis 4.000 µg.

Weitere Vitamin-D-Lieferanten sind:

- Eigelb (z.B. 2,4 µg Vitamin D in 100 g Hühnerei),
- Milch und Milchprodukte oder
- Rinderleber


Der Vitamin-D-Gehalt von Milch ändert sich mit der Jahreszeit:

Er kann im Sommer die zehnfache Menge des Winterwerts betragen.
Die Lagerung und die Zubereitung hat keinen Einfluss auf den Vitamin-D-Gehalt.
Vitamin D ist nicht sehr hitzeempfindlich-es übersteht Kochen und Temperaturen bis 180 Grad Celcius.
Längeres lagern macht Vitamin D auch nichts aus.



Vitamin-D-Mangel

Ursachen für einen Vitamin-D-Mangel:

- zu wenig Sonnenlicht
- hohes Alter
- Schwangerschaft
- unausgewogene Ernährung


Von einem Vitamin-D-Mangel betroffen sein können auch ältere Menschen, da der Körper im Alter weniger Vitamin D herstellt.
Ältere Menschen halten sich zudem auch weniger in der Sonne auf.

Ebenso kann ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft entstehen.
Auch bei Frauen in den Wechseljahren liegt nach der Hormonumstellung des Körpers ebenfalls oft ein Mangel an Vitamin D vor.

Als Ursache für einen Vitamin-D-Mangel kann auch eine chronische Erkrankung in Betracht kommen, bei der die Aufnahme von Vitamin D aus der Nahrung oder die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form gestört ist.

Beispiele hierfür sind:

- Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn)
- Lebererkrankungen oder
- Nierenerkrankungen

Vitamin D hat Einfluss auf die Stabilität der Knochen.
Ein Vitamin-D-Mangel hat daher vor allem Auswirkungen auf die Knochengesundheit:


- Bei Kindern kann der Mangel an Vitamin D zu einer Knochenerkrankung (Rachitis) führen, bei der sich die Knochen verbiegen,
- Bei Erwachsenen kann ein Vitamin-D-Mangel eine Knochenerweichung (Osteomalazie) mit Skelettverformung und einen Knochenschwund (Osteoporose) verursachen, bei dem sich die Knochen langsam abbauen, sodass sie zunehmend porös werden und leichter brechen.



Vitamin-D-Überdosierung

Bei einer kurzfristigen Vitamin-D-Überdosierung können folgende Nebenwirkungen auftreten:

- Schwäche und Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- starker Durst
- Herzrhythmusstörungen


Bei einer langfristigen (chronische) Vitamin-D-Überdosierung kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen:

Es kann sich durch die erhöhte Zufuhr von Vitamin D, Kalzium in den Blutgefäßen und in der Niere ablagern.
Es kommt dann zusätzlich zu den Anzeichen für die akute Überdosierung von Vitamin D zu Erkrankungen der Niere.
Nierensteine bis hin zum Nierenversagen sind möglich.


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