Ernährung bei CED - Mangelernährung - Folsäure

 

Folsäure-Vitamin B2 (Riboflavin)

Allgemeines

Vitamin B2 (Riboflavin) kommt in der Natur als gelblicher Pflanzenfarbstoff vor.
Dieser kann nur von Pflanzen und sehr kleinen Lebewesen (Mikroorganismen), z.B.: Hefen gebildet werden.

Über den Dünndarm können Menschen und Tiere Vitamin B2 aufnehmen und in die im Körper wirksamen Verbindungen "FAD" (Flavin-Adenin-Dinukleotid) und "FMN" (Flavinmononukleotid) umwandeln.
Es kommt daher auch in tierischen Lebensmitteln vor.



In diesen Lebensmitteln ist es besonders reichlich enthalten:

- Milch und Milchprodukten
- Fleisch
- Fisch

Vitamin B2 ist hitzestabil aber lichtempfindlich.
Bei der Lagerung von Milchflaschen ist dies zu beachten.

Vitamin B2 wird auch Laktoflavin genannt.

 


Funktion im Körper


Für den Stoffwechsel spielt Vitamin B2 als Baustein von sogenannten Koenzymen eine wichtige Rolle.
Diese Koenzyme helfen spezialisierten Eiweißen, die als Enzyme bezeichnet werden, andere Stoffe zu verändern und umzuwandeln.
Den Koenzymen FAD (Flavin-Adenin-Dinukleotid) und FMN (Flavinmononukleotid) kommt namentlich als Bestandteil von Enzymen der chemischen Gruppe der "Dehydrogenasen" und "Oxidasen" eine zentrale Rolle zu.

Vitmin B2 hilft so Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln.
Es unterstützt außerdem die Aufgaben des Vitamin B6 und des Niacins.



Täglicher Bedarf

Für Erwachsene liegt der täliche Bedarf an Vitamin B2 zwischen 1,2 und 1,5 Milligramm (mg).

Die Menge hängt von:

- Geschlecht
- Alter
- Stoffwechselprozessen und
- Körpergewicht

ab.

Männliche Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren haben einen etwas höheren Bedarf von1,6 mg.
Ab dem vierten Monat sollten Schwangere 1,5 mg und Stillende 1,6 mg Vitamin B2 aufnehmen.
Ein chronischer Alkoholmissbrauch führt ebenfalls zu einem erhöhten Bedarf.
Daher kommt es oft zu einer unausgewogenen und vitaminarmen Ernährung.
Es kommt außerdem hinzu, dass durch den Alkohol die Verwertbarkeit des Vitamin B2 herabgesetzt wird.

Nach Operationen und während schwerer Krankheit ist der Riboflavinbedarf erhöht.

Der Körper kann Reserven etwa nur zwei bis vier Wochen anlegen, daher muss Vitamin B2 regelmäßig zugeführt werden.
Überschüssiges Vitamin B2 wird über die Nieren ausgeschieden.

 

 

Vitamin-B2-Lieferanten

Den täglichen Bedarf an Vitamin B2 kann man besonders gut aus:

- Milch, Milchprodukten
- Leber
- Fleisch und
- Fisch

decken.
Aus tierischen Produkten nimmt der menschliche Körper das vitamin besser auf als aus pflanzlichen.

Weitere wichtige Riboflavinlieferanten sind:

- Grünkohl
- Erbsen
- Brokkoli und gelbe Paprika, sowie:
- Getreide und Getreideprodukte

Folgende Mengen an Vitamin B2 reichen, um den Tagesbedarf zu decken:

Nahrungsmittel        Menge

Schweineleber         40 g
Camembert          230 g

 

 

 

Vitamin-B2-Mangel

Ein Mangel an Vitamin B2 kann zu:

- Wachstumsstörungen
- Entzündungen der Schleimhäute
- Sehstörungen
- neurologische Störungen und
- Blutarmut

führen.

In den Entwicklungsländern kommt es häufig zu solchen Mangelerscheinungen.
In Industrieländern kommt es bei bestimmten Risikogruppen zu einem leichten Vitamin-B2-Mangel.
Davon betroffen sind in manchen Fällen Senioren und junge Frauen aufgrund falscher Nahrungswahl.

 

 

 

Anzeichen für einen Vitamin-B2-Mangel können sein:

- Schlaffheit
- Risse in den Mundwinkeln
- Hautprobleme und
- Zahnfleischentzündungen

Ein schwerer Mangel an Vitamin B2 hat Einfluss auf den Stoffwechsel von Niacin, Vitamin B6, Folsäure und Vitamin K.
Er kann einen Mangel dieser Vitamine zur Folge haben.


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