Ernährung bei CED - Mangelernährung - Kalium


Allgemeines

Kalium gehört zu den Mineralstoffen.

Es ist vorallem in:

- Getreide
- Gemüse und
- Obst

vorhanden.

Kalium kommt aber auch in tierischen Lebensmitteln vor.

 

 

Der Kaliumbedarf beträgt bei Erwachsenen schätzungsweise zwei Gramm pro Tag.
In der Regel wird der Kaliumbedarf über die ganz normale tägliche Nahrungsaufnahme gedeckt, da Kalium in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist.
Es kommt eher selten zu einem Kaliummangel.

Besteht ein leichter Kaliummangel, kann man diesen leicht beheben, indem man verstärkt kaliumreiche Lebensmittel in den Ernährungsplan einbaut.



Funktion im Körper

Kalium gehört zu den Elektrolyten im menschlichen Körper.
Der Körper benötigt Elektrolyte, da diese wesentlich an der Aufrechterhaltung des so genannten osmotischen Drucks in den Körperzellen beteiligt sind und damit an der Regulation des Wasserhaushalts.
Daher wird Kalium regelmäßig routinemäßig bei Blutuntersuchungen gemessen.
Die Kaliumkonzentration im Blutserum sollte dabei zwischen 3,5 und 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l) betragen.

Kalium spielt auch bei der:

- Aktivierung einiger Enzyme
- bei der Herstellung von Eiweißen sowie
- beim Kohlenhydratstoffwechsel

eine wichtige Rolle und ist damit für die Energieproduktion von Bedeutung.

Zusammen mit Natrium und Kalzium wirkt Kalium:

- auf die Herzmuskeltätigkeit ein
- ist für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen zuständig und
- wird für die Blutdruckregulation

benötigt.

Der Kalium-und Natriumgehalt im Körper hängen eng zusammen.
Je mehr Natrium man mit der Nahrung aufnimmt (in Form von Kochsalz), desto mehr Kalium scheidet der Körper aus.



Kaliumbedarf

Der Mindestbedarf an Kalium wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem 15. Lebensjahr auf zwei Gramm geschätzt.
Der geschätzte Bedarf bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren liegt bei 1 bis 1,9 Gramm.
Säuglinge benötigen etwa 0,4 bis 0,65 Gramm täglich.

Es kann auf Grund verschiedener Bedingungen ein Mehrbedarf an Kalium bestehen, z.B.:

- bei Fehl-und Mangelernährung
- bei Personen mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie zum Beispiel Bluthochdruck

Sie benötigen etwas mehr als das Doppelte der täglichen Normalmenge und sollten deshalb ihre Ernährungsgewohnheiten mit dem behandelnden Arzt oder einer Ernährungsberatung absprechen.
Auch wer über die Nahrung viel Salz aufnimmt, scheidet automatisch mehr Kalium aus.



Kaliumreiche Lebensmittel

Pflanzliche Lebensmittel sind sehr reich an Kalium, zum Beispiel:


- Getreide und Gemüse (z.B. Kartoffeln, Spinat, Salat, Petersilie)
- Früchte (z.B. Avocados, Bananen, Aprikosen, Feigen, Honigmelonen, Kiwis, einige Beerensorten, Pfirsiche, Trauben, Trockenobst), auch in Form von Säften.

In 100 Gramm Banane befinden sich zum Beispiel etwa 400 Milligramm Kalium.


- Nüsse


Ebenfalls Kalium liefern Fleisch und Fisch, nur nicht im selben Maße wie pflanzliche Lebensmittel.

Wird Gemüse länger in Wasser eingeweicht oder gekocht, geht das Kalium in die Flüssigkeit über.
Verwendet man diese nicht weiter, sondern schüttet sie weg, geht auch das Kalium verloren.

Die Erkenntnis lässt sich nutzen, wenn aus gesundheitlichen Grüden der Kaliumgehalt der täglichen Nahrung verringert werden soll, z.B.:

- bei Nierenerkrankungen,

wo der Mineralstoffgehalt gestört ist, werden für Nierenkranke Gemüse und Kartoffeln lange gewässert, um ihnen Kalium zu entziehen.



Kaliummangel (Hypokaliämie)

Man spricht von einem Kaliummangel, wenn die Kaliumkonzentration im Blutserum niedriger als 3,5 Millimol pro Liter (mmol/l) ist.
Kaliummangel ist die häufigste Form der Elektrolytstörungen.

Ursachen für einen Kaliummangel können sein:


- lang andauerndes Erbrechen
- lang andauernde Durchfälle
- Missbrauch von Abführmitteln
- vermehrte Ausscheidung über die Nieren z.B. bei Therapie mit entwässernden Medikamenten (Diuretika)
- Cushing-Syndrom
- entzündliche Darmerkrankungen
- Alkoholmissbrauch
- zu hoher Salzkonsum
- verringerte Zufuhr von Kalium, z.B. durch Essstörungen wie Bulimie oder kaliumfreie Infusionen
- akute Störung im Säure-Basen-Haushalt (Alkalose)
- zu niedrige Kaliumaufnahme durch die Nahrung (häufig bei älteren Menschen)
- Austrocknung durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr
- starkes Schwitzen, körperliche Anstrengung



Ein Kaliummangel kann verschiedene Störungen im Körper bewirken, die relativ allgemein sind, z.B.:


- Muskelschwäche
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe
- Stimmungsschwankungen
- Lähmungserscheinungen
- Herzrhythmusstörungen
- Kreislaufprobleme
- Nierenfunktionsstörungen


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