Ernährung bei CED - Mangelernährung - Magnesium

 

Magnesium

Allgemeines

Magnesium gehört zu den Mineralstoffen. Es muss täglich mit der Nahrung aufgenommen werden.
Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung haben keine Probleme, ihren täglichen Bedarf an Magnesium über die Ernährung zu decken.
Alkoholfreie Getränle imd getreidehaltige Produkte wie Brot sind die Hauptquellen für Magnesium.

Bei Erwachsenen liegt der tägliche Tagesbedarf bei 300 bis 400 Milligramm Magnesium.
Es gibt einige Menschen, die einen höheren Magnesiumbedarf haben, z.B.:

- Sportler
- Personen mit bestimmten Erkrankungen, z.B.:

- Diabetes mellitus
- Herzerkrankungen oder
- im höheren Lebensalter


Manche Medikamente können den Magnesiumbedarf ebenfalls erhöhen.

Dazu zählen:

- Abführmittel
- Glukokortikoide
- Entwässerungsmittel (Diuretika) und
- orale Verhütungsmittel (Kontrazeptiva)


Für den Körper hat Magnesium viele wichtige Funktionen und spielt zum Beispiel eine Rolle bei der Knochenbildung und bei der Muskelarbeit.

Ein Magnesiummangel kann sich bemerkbar machen durch:

- Muskel bzw. Wadenkrämpfe
- Konzentrationsschwäche oder
- Nervosität



Funktion im Körper

Magnesium hat zahlreiche Funktionen im Körper, wie zum Beispiel:

- als Koenzym für über 300 Enzyme (Enzyme sind Eiweiße, die biochemische Reaktionen katalysieren und daher für viele Stoffwechselvorgänge benötigt werden)
- für den Energiestoffwechsel
- für Erregungsleitung des Nervensystems und dadurch für die Muskelarbeit
- für die Herstellung von Eiweißen
- für die Herstellung von Nukleinsäuren und damit für die Erbsubstanz


Magnesiumbedarf

Bei Jugendlichen ab dem 15. Lebensjahr und bei Erwachsenen liegt der Magnesiumbedarf bei 300 bis 400 Milligramm täglich.
Für Kinder bis 4 Jahre werden 24 bis 80 Milligramm empfohlen.
Ab 4 bis 15 Jahren werden 120 bis 310 Milligramm Magnesium täglich empfohlen.

Schwangere sollten um die 310 Milligramm, Stillende um die 390 Milligramm Magnesium täglich zu sich nehmen.

Ein erhöhter Magnesiumbedarf kann bestehen bei:

- Sportlern, bei denen viel Magnesium durch den Schweiß verloren geht
- Diabetikern, die über den Urin vermehrt Magnesium ausscheiden und
- älteren Menschen, die häufig nicht genug trinken


Für einen erhöhten Magnesiumbedarf kann auch die Einnahme bestimmter Arzneimittel ein Grund sein.

Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem:

- Aminoglykoside
- Amphotericin B
- Cisplatin
- Ciclosporin
- Digoxin
- orale Verhütungsmittel (Kontrazeptiva)
- Abführmittel
- Glukokortikoide und
- Diuretika



Magnesiumhaltige Lebensmittel


Lebensmittel mit viel Magnesium (mehr als 100 mg/100 g):


- Vollkorn und Vollkornprodukte, Vollkornmehl
- Kleie
- Haferflocken, Hafermehl
- Vollreis
- grünes Gemüse
- Sesamsamen, Sonnenblumenkerne
- Nüsse
- Bohnen
- Erbsen

Lebensmittel mit durchschnittlich viel Magnesium (20 bis 100 mg/100 g):


- Fleisch
- Fisch
- Milch und Milchprodukte
- Obst (Ausnahme: Bananen)
- Fenchel
- Brokkoli
- Meerrettich
- Kohlrabi
- Kartoffeln
- polierter Reis

Lebensmittel mit wenig Magnesium (0 bis 20 mg/100 g):


- stark verarbeitete Lebensmittel
- Limonaden
- Alkohol
- Eier
- Sauerkraut
- Kohl
- Kopfsalat
- Feldsalat
- Endivie
- Kohlrübe
- Cornflakes



Magnesiummangel (Hypomagnesiämie)

Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) kann sich auf verschiedene Weise äußern:

- Muskel- und Wadenkrämpfe
- Unruhe, Nervosität
- Schwindel
- Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen, Migräne
- Störungen des Herzens: Herzrasen, Krämpfe der Herzmuskulatur bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Herzschmerzen
- Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe

 

Ursachen für einen Magnesiummangel können sein:

- zu niedriger Verzehr von magnesiumhaltigen Lebensmitteln
- Alkoholismus
- Missbrauch von Abführmitteln (Laxanzien)
- lang dauernde Durchfälle oder operative Entfernung von Darmabschnitten
- erhöhte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren (z.B. bei einem Hyperaldosteronismus, bei Diabetikern oder längerem Gebrauch von entwässernden Medikamenten, also Diuretika)
- Einnahme bestimmter Arzneimittel


Magnesium-Überdosierung (Hypermagnesiämie)

In der Regel kommt es bei gesunden Menschen nicht zu Magnesium-Überdosierungen (Hypermagnesiämie).
Zu viel aufgenommenes Magnesium wird ausgeschieden.
Es kann bei einer herabgesetzten Nierenfunktion zu einem Überschuss an Magnesium kommen, wenn zum Beispiel magnesiumhaltige Arzneimittel, wie:

- säurebindende Mittel (Antazida) oder
- Abführmittel (Laxanzien)

eingenommen werden.

Es kann, je nachdem wie stark die Magnesium-Überdosierung ist zu:

- Durchfall,
- einer herabgesetzten Erregbarkeit der Muskulatur und des zentralen Nervensystems,
- Lähmungserscheinungen,
- einer gestörten Erregungsbildung und -ausbreitung am Herzen,
- Blutdruckabfall,
- flacher Atmung,
- Übelkeit oder
- Erbrechen

kommen.


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